Songtexte

ALBUM TANDEM – Fünf vor der Ehe

 

 

Die Hummel (Martin): Du siehst heut so traurig aus | Hey du komm aus dem Schneckenhaus | Heraus und erzähl mir mal | Na komm wir bauen dich auf | So schlimm wird es doch nicht sein | Du musst auch nicht alleine sein | Und dieser Berg vor dir | Da kriegen wir dich schon rauf ||

Du hast tausendmal versucht vor dir selber zu fliehen | Dich an den eigenen Haaren aus der Patsche zu ziehen | Klar hat Newton gesagt dass das nicht funktioniert | Doch man sieht immer wieder dass das Unmögliche passiert ||

Eine Hummel ist nicht dick | Nur etwas klein für ihr Gewicht | Und um dieses zu tragen | Reicht die Flügelgröße leider nicht | So sagen die Gesetze der Physik – doch! | Die Hummel weiß das nicht sie fliegt | Die Hummel weiß das nicht sie fliegt ||

Du weißt dass sich was ändern kann | Du glaubst nur leider nicht daran | Ziehst deinen Kurs im Kreis | Nach jedem Schuss vor den Bug | Du denkst du wärst nicht gut genug | Schaust auf selbst zu den Neunmalklugen | Doch dieses Bild von dir | Ist nur ein Selbstbetrug ||

Du paddelst und ruderst doch du kommst hier nicht weg | Setzt einen Fuß vor den andern doch du kommst nicht vom Fleck | Klar hat Einstein gesagt dass sich das so verhält | Doch man sieht immer wieder kleine Wunder in der Welt ||

Schau die Hummel ist nicht dick | Nur etwas klein für ihr Gewicht | Und um dieses zu tragen | Reicht die Flügelgröße leider nicht | Wie sie die Schwerkraft bloß besiegt? | Ob sie wohl Raum und Zeit dafür verbiegt? | Die Hummel weiß das nicht sie fliegt | Die Hummel weiß das nicht sie fliegt ||

Schau die Hummel ist nicht dick | Nur etwas klein für ihr Gewicht | Und um dieses zu tragen | Reicht die Flügelgröße leider nicht | Und keiner weiß woran es liegt | Auch die Hummel nicht sie fliegt | Die Hummel fliegt von früh bis spät | Weil sie nicht weiß dass das nicht geht | Weil sie nicht weiß dass sie’s nicht kann | Fliegt sie die nächste Blüte an.

 

Dein Komet (Til): Lichtjahre entfernt komm ich her | Bin ewig weit gereist | Ich hab Sterne entstehen sehen | Hab gefroren in Feldern aus Eis ||

Mein Gesicht bedeckt von Staub | Mein Kuss schmeckt nach Unendlichkeit | Ich nehm Kurs auf deine Umlaufbahn | Lass mich treiben Millionen Jahre lang ||

Ich bin dein Komet | Es ist noch nicht zu spät | Ich verglüh für deinen Wunsch | Wenn ich in die Atmosphäre flieg | Wirst du sehen | Ich bin Dein Komet ||

Meine Reise ging durch Einsamkeit | Doch schon immer kannte ich dich | Ich hab schwarze Löcher entstehen sehen | Nur ich entkam ins Licht ||

Sieh nicht zurück auf das was war | Ich flieg 10.000 km/h | Und wenn du hochschaust in die Nacht | Bin ich für dich wach ||

Dein Komet | Es ist noch nicht zu spät | Ich verglüh für deinen Wunsch | Wenn ich in die Atmosphäre flieg | Wirst du sehn | Ich bin dein Komet ||

||: Mein Herz ist kalt | Mein Weg zu dir noch weit | Doch beides heilt | Die Zeit :||

Es ist nie zu | Es ist noch nicht zu spät | Ich verglüh für deinen Wunsch | Wenn ich in die Atmosphäre flieg | Wirst du sehen | Ich bin dein Komet ||

Ich bin dein Komet | Es ist noch nicht.. || Ich bin dein Komet.

 

 

Kleidungsanwalt (Tobi): Anna sagte: Sowas kommt nicht wieder vor | Ich blieb bei ihr denn ich bin nicht gern allein | Bei dem Gedanken ohne sie zu sein war klar | Das will ich nicht so konnte ich ihr verzeihen ||

Dann sagte Anna: Das ist Jannis und der wohnt | Ab jetzt bei uns wir studieren zusammen Modedesign | Anna hatte große Pläne mit mir | Doch sie hat umgeplant wie’s scheint | Wir können nicht mehr zusammensein | Weil jetzt der Jannis dran is ||

Soll es das gewesen sein | Ich finde nein | Und mache nen Termin beim ||

Kleidungsanwalt | Der Look macht den Erfolg | Du bist was du trägst | Und hast du Stil dann bist du toll | Der Kleidungsanwalt gibt dir den guten Rat | Passt die Hose nicht zum Hemd | Schämt man sich fremd ||

Ich föhn und epilier und kleide mich gut | Und ich merke das verändert mich sehr | Anna hat jetzt wieder Augen für mich | Sie schaut mir öfter auf dem Flur hinterher ||

Sie heißen Josi Laura Sarah und ich treff sie wann ich will | Aber Anna sieht man jetzt wieder öfter allein | Anna sagt sie denke oft über mich nach | Sie will mit mir zusammensein | Doch sie kleidet sich nicht fein ||

Da muss ich sagen danke nee | Doch ich hab ne Idee | Ich mach ihr nen Termin beim ||

Kleidungsanwalt | Der hilft ihr dann zum Glück | Du bist was du trägst | Und hast du Stil komm ich zurück | Der Kleidungsanwalt gibt dir den guten Rat | Zuviel nackte Haut | Ist zu versaut ||

Hhhhh, wen seh ich denn hier? | Anna! | Warte ich komm mal rüber | Du ich muss sagen Anna | Der Besuch beim Kleidungsanwalt hat sich wirklich gelohnt | Ein sehr sehr geiles Outfit übrigens | Anna | Du und ich | Wir | Was meinste? | Das wär’s doch hm? | Braucht hier sonst noch wer nen.. ||

Kleidungsanwalt | Der Look macht den Erfolg | Du bist was du trägst | Und hast du Stil dann bist du toll | Der Kleidungsanwalt gibt dir den guten Rat | Passt die Hose nicht zum Hemd | Schämt man sich fremd ||

Kleidungsanwalt | … | Passt die Hose nicht zum Hemd | Geht sie dir

fremd.

 

 

Lehn dich an mich (Til): LeLeLehn dich an mich | Ich entspann dich | Lehn dich ruhig an das tut gut | Kommkomm lehn dich an mich | Ich entspann dich | Zwischen Ebbe und Flut ||

Die Segel schweigen | In Luft aus Salz | Der Aufbruch ist noch fern | Der Abend legt sich | Aufs Wellenspiel | Wir warten auf den Morgenstern ||

Du bist für mich | Dieser Moment | Den wir nie verlieren | Lass uns später | Ruhig alles bereuen | Wir zwei sind richtig hier ||

LeLeLehn dich an mich | … ||

Ein halber Mond | Malt seine Spur | Aufs Meer zum Horizont | Die Dünung wiegt uns | Bald in den Schlaf | Fern jeder Wetterfront ||

Richtungslos | An diesem Punkt | Stille hüllt uns ein | Und es macht uns | Keine Angst | Auf unbestimmtem Kurs zu sein ||

LeLeLehn dich an mich | … ||

Wir haben jetzt | Unendlich Zeit | Der langgehegte Traum | In mir wächst | Dieses Gefühl | Dass wir zwei in die selbe Richtung schauen ||

LeLeLehn dich an mich | … ||

LeLeLehn dich an mich | Ich entspann dich | Lehn dich ruhig an das wird gut.

 

 

Tandem (Sascha): Ich bin ein Mann | Und du bist eine Frau | Ich sag: Lass mal was machen ey | Du weißt noch nicht genau || Ich hab eine Idee | Du und ich das wären doch zwei | Ich hab da was im Keller stehn | Du da is echt nix dabei ||

Ich nehm dich mit auf meinem Tandem-em-em-em | Das wär spannend denn-denn-denn | Wir beide fahren Tandem-em-em-em | Komm und komm und sag mir wann denn-denn-denn-denn ||

Du meinst das wär ok | Ich sag dann komm vorbei | Du sagst: Na denn bis morgen wa? | Ich komm so gegen zwei ||

Auf dein Tandem-em-em-em | Das wird spannend denn-denn-denn | Wir beide fahren Tandem-em-em-em | Und ich weiß jetzt auch wann denn-denn-denn-denn ||

Wir beide fahren Tandem-em-em-em | Das wird so mega spannend denn-denn-denn | Du kommst mit mir auf mein Tandem-em-em-em | Und ich weiß jetzt auch wann denn-denn-denn-denn ||

Du und ich | Ist doch herrlich | Wenn du bitte auch mal treten würdest | Du und ich auf dem Tandem-em-em-em | Du und ich auf dem Tandem ||

Auf meinem Tandem-em-em-em | Das wird spannend-denn-denn-denn | Wir beide fahren Tandem-em-em-em | Vielleicht kann ich so bei dir landen-den-den-den ||

Wir beide fahren Tandem-em-em-em | Und dann mal sehen wo wir stranden-den-den-den | Dir hat’s gefallen auf meinem Tandem-em-em-em? | Gib mir nen Kuss und sag: Bis dann denn | Bis dann denn.

 

 

Wie Glas (Tobi): Am Ende des Tages | Kommt jedes Erlebnis | Das wir teilten ins Archiv | Blinzelnde Augen | Ein Lachen fürs Foto | In Erinnerung vergraben wir es tief ||

Am Ende des Tages | Ein kleines Begräbnis | Von dem was niemals wiederkehrt | Zwischen Wachen und Träumen | Die brennende Einsicht | Dass irgendwann die letzte Chance verjährt ||

Und mein Herz teilt wie Glas | Jedes Licht in seine Farben | Und dein Herz leuchtet still | Und hindurch scheint was wir haben | Was wir sind und wer wir waren | Wie Glas ||

Am Ende des Tages | Siehst du wer noch da ist | Und siehst du wer von hier an fehlt | Tausende Jahre | Vergehen wie ein Flüstern | Und mittendrin spazieren wir durch die Welt ||

Am Ende des Tages | Ist gar nichts vergeblich | Und alles für die Ewigkeit | Wir treten die Spuren | In frisches Gelände | Und hinter uns umspült sie dann die Zeit ||

Und mein Herz teilt wie Glas | … ||

Am Ende des Tages | Steht immer das Wagnis | Loszulassen was uns trägt | Ein tieferer Atem | Ein neuerer Morgen | Folgt dem Regenguss der in uns niedergeht ||

Und mein Herz teilt wie Glas | … ||

Wie Glas | Und hindurch scheint was wir haben | Was wir sind und wer wir waren | Und mein Herz bricht wie Glas | Mein Herz bricht wie Glas.

 

 

Easy-Peasy-Mann (Mirko): Geh ich bei Licht die Straße lang | Erkennt man mich an meinem Gang | Und manchmal spricht mich einer an: | Bist du nicht der Easy-Peasy-Mann? | Ich sag: Njaaa ||

Ich bin der Easy-Peasy-Mann | Der immer locker bleiben kann | Ihr macht ne Welle aber dann | Ich bin der Easy-Peasy-Mann ||

Und fällt ein Ei mir aus der Hand | Bleib ich entspannt das ist bekannt | Kommt es grad am Boden an | Überleg ich noch wie ich es fang ||

Und schlägt es schon am Boden auf | Lass ich den Dingen ihren Lauf | Ich sag: Hey wisch das doch mal auf | Und trete cool noch einmal drauf ||

Ich bin der Easy-Peasy-Mann | Der immer locker bleiben kann | Ihr macht ne Welle aber dann | Ich bin der Easy-Peasy-Mann ||

Auch in der Liebe bleib ich cool | Zum Kraulen brauch ich keinen Pool | Die Frauen kommen und sie gehen | Und beides kann ich gut verstehen ||

Am Abend ist es wieder Zeit | Ich lebe meine Leichtigkeit | Du sagst du bist noch nicht so weit | Na gut dann halt ich mich bereit ||

Ich bin der Easy-Peasy-Mann | Der alle glücklich machen kann | Ihr macht ne Welle aber dann | Dankt ihr dem Easy-Peasy-Mann ||

(Mein Gott der Easy-Peasy- | Teasy-Weezy-Cheesy-Deazy-) Schnauze-Mädelz- | (Mann!) ||

Es kommt die Zeit da bin ich dran | Mir ist egal wo wie und wann | Ich finde Schlangen interessant | Und stell mich immer hinten an ||

Ich bin der Easy-Peasy-Mann | (Er ist der Easy-Peasy-Mann) | Ich bin der Easy-Peasy-Mann | (Was der mit seinem Peasy kann) ||

Ich finde Schlangen interessant | (Er ist der Easy-Peasy-Mann) | Ich bin der Easy-Peasy-Mann | (Er findet sich sehr interessant) ||

NnnngggeyNggääNgaNggg Schnauzennngggg.

 

 

 Tanzen macht Freude (Martin, Til, Tobi, Mirko): Entschuldigung hätten Sie mal n Joint? | Bleib locker mann das war doch nur’n Witz mein Freund | Wir stehen nicht auf Mescalin | Kein Koks Heroin oder Amphetamin || Nein nein lass sein und schwing dein Bein | Denn nach Adrenalin kommt Endorphin | Aus eurem Hals löst sich der Kloß | Die Party ist groß denn jetzt geht’s los ||

Ihr wollt meditieren dann besucht nen Kurs | Doch besser kein Konzert von uns | Die ruhigen Leude heben sich die Party für morgen auf | Doch nicht mit uns wir machen heute einen drauf || Oh-oh – Ihr braucht nen Sanitäter | Wir sind nicht eure Krankenpfleger | Wir sind Physiotherapeuten | Wir fühlen uns wohl zwischen tanzenden Leuten ||

||: Wir schicken dicke Basswellen zwischen die Leute | Beweg deinen *Aahhh* | Tanzen macht Freude :||

Entschuldige du bist nicht so beweglich? | Findest deine Bewegungen zu Musik eher kläglich? | Mach mal so – mach so – und jetzt den Po | So kommst du in’n Flow und du wirst sehen das legt sich ||

Sitztanz geht im Altersheim | Ihr seid hier bei uns – das heißt Hüpfen und Schreien | Wie wär’s wenn ihr euch jetzt mal bewegt | Wir gehen erst wenn der letzte steht ||

||: So beweg den Fuß und klatsch die Hand | Dann läuft der Schweiß gleich von der Wand :||

||: Schick die Basswellen zwischen die Leute :||

||: Wir schicken dicke Basswellen zwischen die Leute | Beweg deinen *Aahhh* | Tanzen macht Freude :||

Der Regen ist vorbei | Wir tanzen wieder frei | Wir tanzen um die Sonne | Und auch du bist dabei || Fragen morgen die Kollegen: | Ey was war denn so los da? | Sagt ihr: Mann das war heiß | Oh-oh – äh das war nicht wie im Kloster ||

||: Wir schicken dicke Basswellen zwischen die Leute | Beweg deinen *Aahhh* | Tanzen macht Freude :||

||: Alle Frauen machen soo | Alle Männer machen soo | Alle Frauen machen soo | Alle Kinder machen: Mama ||

||: ||: Wir schicken dicke Basswellen zwischen die Leute | Beweg deinen *Aahhh* | Tanzen macht Freude :|| :||

8-7-6-5-4-3-2-1 – Mama | Tanzen macht Freude.

 

 

 

Kein Sex (Til): Vom Kreißsaal in den Kindergarten | Bis hin zu Klasse vier | War die Welt noch in den Fugen | Ich war im Reinen mit mir | Doktorspiele und Knutschen | Habe ich nie gekannt | Bis zum Einschuss der Hormone | War mein Leben entspannt ||

Playmobil und Legotechnik | Bestimmten meine Phantasien | Ich sah nur Bienchen fliegen | Und Blümchwiesen blühen | Es gab ||

Kein Sex | Kein Sex | Und heute kommst du ||            

Mit dem Wachstum kam Erleuchtung | Und es deutete sich an | Zwischen Blumen und Bienen | Gibt es nen Zusammenhang | Ich ging auf jede Single-Party | Und füllte tausend Zettel aus | Ich war der dickste Fisch am Fahrrad | Und ging dann doch allein nach Haus || Irgendwann drehte mir eine | Die erste Handynummer an | Dann am Morgen die Enttäuschung | Es war die Service Hotline dran | Unter dieser Nummer gibt’s: ||

Kein Sex | Jeden Tag | Kein Sex | Das war ja klar

Kein Sex | Und heute kommst du | Kein Sex | Das ganze Jahr | Kein Sex | Das war ja klar | Kein Sex | Und heute kommst du ||

Ich las die Bio von Klaus Kinski | Mit seinen 3000 Frauen | Ich bemühte mich als Macho | Und sie sind alle abgehauen | Dann machte ich auf Mick Jagger | Ließ mir Falten operieren | Und die Zunge verlängern | Doch es wollte nichts passieren ||

An jeder weiblichen Mauer | Zerschrote ich mir die Flex | Dünnbrettbohrer trifft Granit | Und ich check’s | Für heut: ||

Kein Sex | Kein Sex | Und heute kommst du ||

Ich sammelte Kontakte über Wochen | In einem Dating-Portal | Die waren hübsch und wollten | Die waren nur nicht real | So produzierte ich Filme | In denen man sich verrenkt | Und alle ziemlich schwitzen | Das ganze altersbeschränkt ||

Das Ordnungsamt schickte zwei Herren: | Wo ist Ihr Gewerbeschein | Hier ist nicht geschäftlich vermietet | Bitte hier nur private Schweinerein | und vor allem: ||

Kein Sex | Ne ne ne Moment | Kein Sex | Das können Sie gern beantragen | Aber nicht bei mir ||

Kein Sex | Nicht einen Tag | Kein Sex | Das war ja klar | Kein Sex | Und heute kommst du | Kein Sex | Das ganze Jahr | Kein Sex | Das war ja klar | Kein Sex | Und heute kommst du ||

Gestern nahm ich dann ins Kino | Eine Escort-Dame mit | 1000 hatt ich überwiesen | Und im Job schien sie recht fit | Denn danach auf meinem Zimmer | Legte sie Hand an mich | Doch da kam mir die Erkenntnis | Irgendwie isses das nicht ||

Denn das Leben und die Frauen | Lehrten mich so ab und an | Ist es wichtig dass man auch mal | Nein sagen kann | Darum mein Kind: ||

Kein Sex | Ist doch sonnenklar | Kein Sex | Ich hab umgeplant | Kein Sex | Und heute kommst du | Kein Sex | Im letzten Jahr | Kein Sex | Wie wunderbar

Kein Sex | Und heute kommst du ||

Kein Sex | An jedem Tag | Kein Sex | Wie wunderbar | Kein Sex | Und heute kommst du | Kein Sex | Das ganze Jahr | Kein Sex | Es war mir klar | Kein Sex | Denn morgen kommst du.

 

 

Glücklich sein (Til, Tobi, Sascha):

[Nerd:] Hey Barney, wie geht’s dir?

[Barney:] Ganz gut, Nerd.

[Nerd:] Was machst du so?

[Barney:] Naja, ich guck halt, wie’s läuft.

[Nerd:] Du hängst doch wieder nur in der Gegend rum, hm? Hast du eigentlich schon mal drüber nachgedacht, was du aus deinem Leben machen möchtest?

[Barney:] Naja, ich hab schon so’n paar Ziele.

[Nerd:] Weißt du was, Barney? Das find ich total klasse von dir, denn, hör mal zu:

Millionen Leute stehen morgens auf | Optimieren ihren Tagesablauf | Sie versprechen sich vom Leben sehr viel | Kurz gesagt sie haben ein Ziel ||

Wenn ich erst mein Häuschen hab | Geht mein Leben richtig ab | Dann kann ich nett im Garten stehen | Und die Nachbarn können mich im Garten stehen sehen ||

Ich frag den Chef bald um mehr Geld | Denn der Jaguar ist schon bestellt | Und weil es mir woanders auch gefällt | Ja da fahre, fahre – brrrrrmm – fahre ich um die Welt ||

Und wenn ich mal Professor bin | Kriegt mein Leben einen Sinn | Alle können nach Hause gehen | Denn dann bin ich angesehen ||

Willst du wirklich glücklich sein? | Denn was ist wenn du glücklich bist? | Fällt dir dann, Fällt dir dann noch etwas ein | auf die Frage was als nächstes ist? ||

Will ich wirklich glücklich sein? | Denn was ist wenn ich glücklich bin? | Fällt mir dann, fällt mir dann noch etwas ein | Auf die Frage: Wohin? ||

Weil ich im Herzen ein Hippie bin | Will ich mal nach San Franzisko hin | Und als neuen Lebenszweck | Rauche ich mir da die Birne weg ||

Ich werde Lottomillionär | Weil das Leben dann schöner wär | Ich hab ein ausgeklügeltes System | Hey das wird sehr bequem ||

Ich trainier für Olympia | Und wenn da keiner schneller war | Steh ich groß auf dem Podest | Und halte mich an der Medaille fest ||

An meiner Freundin stört mich dies und das | Wir hatten früher auch viel mehr Spaß | Vielleicht suche ich mir ne andere Dame | Und zieh mit ihr ins Warme ||

Willst du wirklich glücklich sein? | … ||

[Barney:] Ey, Nerd, guck ma, ist das nicht der Sascha von Fünf vor der Ehe?

[Nerd:] Hey, Barney, stimmt. Komm, den fragen wir jetzt mal, was er so will im Leben.

[Barney:] Hey Sascha, was hast’n du so für Ziele, was wünscht du dir, was macht dich glücklich?

[Sascha:] Ich will Kekse. Kekse machen mich seeehr glücklich.

[Barney:] Naja, aber, aber..

Willst du wirklich glücklich sein? | … ||

||: La-la-la la la la la | … :||: La-la-la la lalala la :||

[Barney:] Das war schön.

[Nerd:] Ja, ne? Denn gute Nacht, Barney.

[Barney:] Gute Nacht, Nerd.

[Barney&Nerd:] Hm..

 

 

 

Es könnte so leicht sein (Tobi): In der Reihenhausromantik | Ist zwischen den Gardinen | Ein kleiner Spalt dahinter liegt die Welt | Manchmal packt dich die Sehnsucht | Und du schaust hindurch nach draußen | Du fragst dich ob’s dir nicht anderswo nicht besser gefällt ||

Wie lang hast du geschuftet | Für das kleine bisschen Glück? | Bescheidener Wohlstand vom Munde abgespart | Wie oft hast du gezweifelt | Und dich dann nicht getraut? | Und dann blieb es so wie es schon gestern war ||

Es könnte so leicht sein | Manchmal lässt du einfach los und siehst wieder klar | Mit einem wasserdichten Plan | Kommst eh woanders an | Es könnte so leicht sein ||

Wenn ich nächstes Mal vorbei geh | An dem Spalt in den Gardinen | Dann werf ich dir vielleicht ein Lächeln zu | Und wenn du die Blumen gießt | An einem Abend im September | Vielleicht sind wir danach dann schon per du ||

Es könnte so leicht sein | Manchmal lässt du einfach los und siehst wieder klar | Mit einem wasserdichten Plan | Kommst eh woanders an ||

Ich erzähl dir von den Träumen | Die in deinen Augen stehen | Von deinem Horizont aus Können wir einfach weiter gehen ||

Es könnte so leicht sein | …||

Es könnte so leicht sein | …||

||: Es könnte so leicht sein :|| Manchmal.

 

 

 

Einer von uns beiden (Mirko): Das ist für dich wenn jemand hinter dir sitzt | Der einfach nervt und denkt sein Labern sei besonders gewitzt | Das ist für dich wenn du wie ich am liebsten aufspringen willst | Wenn du im Geist dein Schrotgewehr mit lauten Platzpatronen füllst und schreist: ||

Einer von uns beiden muss jetzt leider gehen | Wenn du das wärst fänd ich das wirklich schön | Einer von uns beiden muss jetzt leider gehen | Ich würde dich ganz gern nie wiedersehen ||

Das ist für dich wenn jemand neben dir wohnt | Der denkt dass laute MUSIC sich nur nach Mitternacht lohnt | Das ist für dich wenn du wie ich gerne schläfst | Und dann den Nachbarn mit der Axt besuchst und sagst: Dies ist kein Test ||

Einer von uns beiden muss jetzt leider gehen | … ||

Das ist für dich wenn jemand deinen Kuchen will | Der keine Ahnung hat doch davon zu viel | Das ist für dich wenn du den Krümel deshalb hasst | Und ihm dafür demnächst ein Kompliment verpasst ||

Einer von uns beiden muss jetzt leider gehen | … ||

Einer von uns beiden muss jetzt leider gehen | … | Denk drüber nach | ich lass dich hier mal stehen.

 

 

Ganz besonderer Tag (Martin): Heut ist ein ganz besonderer Tag ||

Meine Laune ist heut nicht so toll | Darum mag ich auch nicht besonders gerne aufstehen | Und dann ist auch noch die Dusche kalt | Da mag ich heut nicht so besonders gerne reingehen ||

Auch mein Tank ist nicht besonders voll | Dafür ist heute das Benzin besonders teuer | Und auf meiner Strecke ins Büro ein dicker Stau | Da sitze ich nicht so besonders gern am Steuer | Doch.. ||

Dann denk ich daran was meine Nachbarin immer gesagt hat | Sie sagte: Jung machet nich schlimmer als es is denn.. ||

Heut ist ein ganz besonderer Tag | Der niemals wieder kommen kann | Darum freu ich mich auch mal an | Den Dingen die ich gar nicht mag ||: Heut ist ein ganz besonderer Tag :||

Den Rock trägt die Kollegin heut besonders lang | Dafür hängt ihre Geduld heute am extra kurzen Faden | Bei allem was auf meinem Schreibtisch liegt | Wär’s heut besonders schön am Baggersee zu baden ||

Da geh ich heute mal besonders früh | Denn von dem Tag will ich ja noch ein bisschen haben | Das finden dann auch meine Kumpels gut | Sonst müssten die besonders lange auf mich warten ||

Dann denk ich dran was meine Nachbarin immer gesagt hat | Sie sagte: Du bist genau so verzogen wie dein Bruder | Und ich sag: Ja | Genau, haha ||

Heut ist ein ganz besonderer Tag | Der niemals wieder kommen kann | Darum freu ich mich auch mal an | Den Dingen die ich gar nicht mag ||: Heut ist ein ganz besonderer Tag :||

Heut ist ein ganz besonderer Tag | Der niemals wieder kommen kann | Darum freu ich mich auch mal an | Den Dingen die ich gar nicht mag ||: Heut ist ein ganz besonderer Tag :||

Heut ist ein ganz besonderer Tag.

 

 

Du bist für’s Leben (Martin): Ich kann nicht schlafen | Und das seit Tagen schon | Wir zwei sind implodiert | In einer Kernfusion | Ich will mich | Wieder in dir verlieren | Und würde dafür | Kopf und Kragen riskieren ||

Ich bin emotional | Vollkommen aufgeschmissen | Guck Dirty Dancing | Und heul danach ins Kissen | Du schwappst wie ein Tsunami | Durch mein Aquarium | Venus liebt Mars liebt Venus | Komm bring mich noch mal um ||

Es begann als Spielerei | Ich war eh nie lange treu | Ich dachte das mit uns geht auch vorbei | Und jetzt merk ich | ich verfang mich ||

Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, ich hab mich ergeben | Du, du, du bist für’s Leben ||

Du beschleunigst | Und das geht fast zu weit | Jedes Teilchen in mir | Auf Lichtgeschwindigkeit | Im dichten Nebel | Sehe ich dich klar | Ich weiß nicht wo ich stehe | Doch ich fühl du bist da ||

Meine Kompassnadel | kennt kein Norden mehr | Sie ist seit Tagen wie ich | Nur hinter dir her | Ich habe schon versucht | An der Uhr zu drehen |

Jetzt dreh ich am Rad | bis wir uns wiedersehen ||

Das ist mehr als Spielerei | Dafür werd ich sogar treu | Ich sage das mit uns geht nie vorbei | Und ganz ehrlich | du verfängst dich ||

Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, ich hab mich ergeben | Du, du, du bist für’s Leben ||

Allen Jugendsünden | Schwör ich hiermit ab | Bei Dir werde ich halten | Was ich vorher nie versprochen hab | Du suchst den Weg ins Glück | Dann bitte hier entlang |

Wir fahren mit einem Lächeln | In den Sonnenuntergang | Ich und ||

Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, ich hab mich ergeben | Du, du, du bist für’s Leben ||

Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du, und seit eben | Du, du, du, sind wir vergeben ||

Du, du, du bist für’s Leben | Du, du, du bist für’s Leben |

||: Du und ich | Ich und du :||

 

 

Album TIGERBABY – Fünf vor der Ehe

 

Tigerbaby (Tobi): Du kannst im Casino den Croupier abzocken / Oder auch bei Lidl an der Kasse hocken / Immer schwebst du leichter als die Schneeflocken / Kannst jedes Gogo an die Wand rocken // Weil du auch die coolsten Checker spielerisch dressierst / Weil du auch zwischen Luschen nie die Laune verlierst / Weil du all die falschen Schlangen mit deinem Charme hypnotisierst / Und dabei einfach nur dich selbst kopierst // Tigerbaby / Du springst mich an und fauchst: los wehr dich / Tigerbaby / Tigerbaby / Ich will dich knuddeln doch du bist gefährlich / Tigerbaby / Tigerbaby // Uh – Tigerbaby // Du bist süß, so dass man fast vergisst / Dass du nicht jedem aus der Hand frisst / Ich verfall dir immer wieder, bin ein Tigerfetischist / Seit du das zweite Wort für Spaß bist // An dir geht jeder gute Vorsatz kaputt / Wenn du so sexy aus der Wäsche guckst / Du bist von der Sorte die n Mann benutzt / Und wenn er’s merkt machst du auf Welpenschutz // Tigerbaby… // Uh… // Bei deiner Art mich anzugucken / Frag ich mich: streicheln oder wegducken / Du schaffst es dass mit einem Wimpernschlag / Jedem Kerl im Raum das Deo versagt // Uh… // Tigerbaby… / Tigerbaby / Du springst mich an und fauchst.

 

Lotta (Til): Überall blinkende Lichter / Mädels dancen dichter und dichter / Barkeeper auf Koks mixen Drinks wie Roboter / Mich labert eine an und erzählt sie heißt Lotta // Doch ich kann sie nicht so richtig verstehn / Da muss es reich wenn wir uns nett ansehn / Der DJ an den Tables macht nen super heißen Mix / Bei dem jeder auf den Dancefloor flitzt // Auch Lotta, oh Lotta / Lolololololololotta / Auch Lotta, oh Lotta / Lolololololololotta // Sexy Studischnitten tanzen Gogo an der Stange / Und zeigen: Was die Schlampen können das können wir schon lange / Keiner bleibt mehr sitzen nur der dicke Freund von Lotta / Wippt mit beiden Füßen superlocker auf dem Hocker // Sie kommt ein bisschen nah und tanzt mich heftig an / Ich finde sie schon cool, doch ich lasse sie nicht ran / Langsam denk ich Lotta du hast doch was genommen / Denn sie stammelt: ey mann, ich seh dich ganz verschwommen // Du bist ein süßer Typ. Ich heiße übrigens Lotta / Hey willst du mit mir kommen du bist n ganz schön flotter / Die Lichter gehen an, bei Lotta gehn sie aus / Der Barmann nimmt sie mit nach Haus // Lotta… // Ne halbe Stunde später / Da kommt ihr Freund der Peter / Sie ist weg mit dem Barmann / Er sagt das geht schon klar Mann / Ich hab bei mir noch Bier / Komm mit, das trinken wir… // Am morgen dumpfe Beats aus der Mitte der Brust / Ein Glück die Pumpe geht noch doch aufstehn? Nee keine Lust / Neben mir der Peter – ich krieg n riesen Schreck / Und schaue dass ich erstmal meine Blöße bedeck // Er bleibt ganz entspannt / und sagt nur: Relax! / Wir beide hatten ganz sicher / keinen Sex… mit // Lotta…

 

Nicht So Wie Ich (Martin): Du bist geplant per Kaiserschnitt gekommen / Ich bin aus einem Dino-Ei geschlüpft / Du hast damals ne Klasse übersprungen / Ich bin mit fünf schon vom Zehnerturm gehüpft // Zu dir war nie ein Lehrer streng / Denn deine Tops warn viel zu eng / Mich konnten sie wohl auch gut leiden / Denn öfter musst ich mal länger bleiben // Ich bin nicht so wie du und darum willst du mich / Du bist nicht so wie ich und darum will ich dich / Wenn wir nicht reden, verstehn wir uns so gut / Wir sitzen schweigend da, du weißt wie gut das tut // Du hast als Nebenjob das Glücksrad angeschoben / Ich war der dicke Fan vom Fußballverein / Du hast in deinem Leben noch nie gelogen / Ich find die Wahrheit muss es doch nicht immer sein // Nach dem Feiern hast du mich nach Haus gefahren / Ich hing morgens überm Klo / Ich weiß ja gar nicht w-w-was du an mir findest / Aber du erklärst das so: // Ich bin nicht… // Nach einer Stunde Dauerlauf / Drehst du erst auf und mir geht der Puls / Deine Freunde sind alle von Adel / Mein bester Kumpel heißt Jens Schulz // Während ich nur eine Lieblingshose habe / Gehst du immer mit dem neuesten Trend / Dein Parfüm kostet 89 Euro / Mein Deo gibt’s für 89 Cent // Ich bin nicht… / …Wir sitzen schweigend da, komm her… / wie gut das tut.

 

Was Kommt Danach (Tobi): Das ungeschriebne Lied / Der ungetanzte Beat / Der nie befahrne Strom / Das alles kenn ich schon // Der unentdeckte Strand / Die andre Seite der Wand / Die unbelebten Höhn / Hab ich gesehn // Was kommt danach? / Geht da noch mehr? / Was kommt danach? / Der Blick in den Spiegel bleibt leer // Den Aufprall am Boden der Schlucht / Den Schrei am Ende der Flucht / Die Stille, die ewig währt / Hab ich gehört // Jeden Aufstieg, jeden Fall / Und auch jeden Stern im All / Die Winkel dieser Welt / Hab ich gezählt // Was kommt… // Und du kennst nichts von alledem / Hast das alles nie gesehn / Und als wär die Welt verkehrt / Hast du es mich gelehrt // Was kommt…

 

Porzefant Im Elanladen (Chris): Es kommt schon lange nicht mehr raus was wirklich in dir steckt / Weil jeder Morgen schal wie kalter Kaffee schmeckt / Du möchtest wieder über Mauern springen / Statt immer nur die alten Lieder rückwärts zu singen // Du hörst die Reden von Obama / Und merkst die alte Freiheit, ja das war mal // So wie der Porzefant im Elanladen / Wirst du ab heute wieder Spaß haben / Beweg dich mal, dann hats um dich auch wieder Platz / So wie der Porzefant im Elanladen // Du sagst du würdest deine Möglichkeiten / Bei passender Gelegenheit gern ausweiten / Die Welt ist riesengroß, viel größer als du denkst / Doch du schaust, dass du dich auch ja beschränkst // So dröge wie es ist kann es nicht bleiben / Und du willst das noch auf die Spitze treiben // So wie der… // Neulich wolltst du was besonderes und warst Golf spielen / Und hast gemerkt du bist auch da nur einer unter vielen / Du spürst in dir noch kreatives Potenzial / Und sagst dir: das nutze ich ein andermal // Ich weiß du denkst: dass könnte klappen, nur halt nicht mit dir / Ich weiß du suchst auch schon nach einem Grund dafür / Dass du immer alles planst, so kann man das nicht sagen / Du bist ja auch kein Spießer, nur willst du halt nichts wagen // Du liest auch Bücher über Karma / Und denkst: die ganzen Chancen, ja das war mal // So wie der Porzefant im Elanladen / Freu dich am Klang von jedem Blechschaden / Beweg dich mal, dann hats um dich auch wieder Platz / So wie der Porzefant im Elanladen // Sonst geht’s dir weder gut noch schlecht / Und das zu recht.

 

Deine Augen (Tobi): Du hast nen Körper wie der Reifenmann von Michelin / Deine Taille hat dem Umfang von ganz Berlin / Du hast den Sex-Appeal vom guten Meister Propper / Du bestellst keinen Salat sondern einen Tripple-Whopper // Du trägst nen Nicki wie der Junge von der Kinderschokolade / Als junge wärst du süß, nur für ne Frau ist halt das schade / Du bist das optimale Freilandtestgebiet für Clerasil / Denn seit der Pubertät ist auch noch Akne mit im Spiel // Und deine Nase, so was kann man heutzutag doch schienen / Auch mein Kieferorthopäde würde gut an dir verdienen / Männer sind – und Frauen auch – ja sexuelle Wesen / Leider ist bei mir noch nix gewesen // Ich seh deine Augen / Und setze an zum Balzritual / Bei all den Frauen / Bist du nicht die erste Wahl / Doch Du kannst mir glauben / Deine Blicke flashen mich total / Denn in deinen Augen / Sehe ich mein erstes Mal // Am deutschen Sportabzeichen hindert mich nur mein Gewicht / Ich nen starken Willen, nur nichts essen will ich nicht / Ich würd dich gern zum lachen bringen, nur was das erschwert: / Ich hab von Ernie zwar das Grinsen, doch den Humor von Bert // Ich bin nicht so beliebt, doch dafür ganz schon eigen / Komm lass uns mal treffen, du dann kann ich dir das zeigen / Männer sind – und Frauen auch – ja sexuelle Wesen / Leider ist auch bei dir noch nix gewesen // Ich seh in… // Bei deinen Augen… /…denn in deinen Augen / in deinen Augen / in deinen Augen / sehe ich – unser erstes Mal.

Vom letzten Sand (Martin): Nur ein Korn vom letzten Sand / Will nicht fallen, es liegt noch in meiner Hand / Und es ist das schwerste Korn von allen / Und es ist das schwerste Korn von allen // Ich wollte gar nicht hinsehn/ Jetzt ist alles wieder da / Es trägt all unsere Lieder / Jeden Ort, an dem ich war / Es trägt deine Kompromisse / Die ich nie erkennen wollte / Es trägt jedes Tröpfchen Liebe / Das uns so zerreißen sollte // All die ungesagten Worte fallen mir wieder ein / Sie passen in die Zukunft leider nicht hinein / Wie ich es dreh und wende / Mein Herz sieht dieses Ende nicht ein // Nur ein Korn… // Es ist ein Stein / Aus deiner unsichtbaren Mauer / Es trägt dein warmes Lächeln / All die Tränen und die Trauer / Es trägt den Schimmer deiner Haare / Und deine Begabungen / Es trägt die ungeliebte Wahrheit / Dunkler Seelengrabungen // All die ungesagten… // Nur ein Korn… // …will nicht fallen.

 

Stecker Raus (Chris): Der Chatroomkult killt die Kneipenkultur / Ich hab die Zeitung abbestellt und lese online nur / Den Rechner fahr ich hoch bevor der Kaffee durch ist / Nur die Krümel auf der Tastatur sind Mist // Du kannst deinen Nächsten nicht mehr anfassen / Aber jeden mit nur einem Klick loslassen / Ich bin eine Fliege in dem Spinnennetz von Leuten / Die mein Leben sind, und die mir nichts bedeuten // Alle sind Profis darin sich privat zu zeigen / Denn Reden heißt heute nur noch Tippen und Schweigen / Ich inszeniere mich als eigenes Produkt / Und stelle mich aus weil mich nicht juckt wenn jeder zuguckt / Ich bin einer von den medial-genialen Genies / Und ziehe blank beim öffentlichen Infostriptease // Komm zieh den Stecker raus und lass uns was erleben / Es gibt viel besseres als nur am Flachbildschirm zu kleben / Bist du dabei / Komm wir ändern diese Welt / Bist du dabei? / Dann zieh den Stecker raus // Die Welt ein Buch der schönen Avatare und Gesichter / Nur was dahintersteht ist meistens etwas schlichter / Im virtuellen Overkill / Such ich mir das Profil in dem ich lesen will // Anna hat bestimmt bei ihrem Alter gelogen / Doch immerhin ein enges Top angezogen / Die Augen und die Lippen auf Porno frisiert / Und sich dann mit dem Handy im Spiegel fotografiert // Was soll ich sagen – mir gefällt ihr Pic / Ich würd sie gerne kennen also schreib ich ihr zurück / Vielleicht hab ich zuviel gehofft, ich bin doch echt kein Stalker / Doch sie antwortet knapp und ziemlich unlocker: // Komm zieh den… // Ab heute werd ich offline sein / Mich über jede lange Weile freuen / Ich werd ich nachher mal wieder kuscheln / Statt Frauen immer nur zu gruscheln // Ich hab das Kabel in der Hand und zieh es raus / Die Lichter gehen aus und keiner schreibt mehr / Ich frage mich was ich grad tuen wollt / Die Leinwand ist weiß, das Leben frisch und leer // Ich bin aufgeregt, mein Finger zittern / Im Mund den Nachgeschmack von schlechten Onlineträumen / Ich bin allein mit mir die Vögel twittern / aus den Bäumen // Komm zieh den…

 

Besseres Leben (Til): Es zählt nicht wie groß du bist / Die andern scheinen größer als sie sind / Es zählt nicht wie grade deine Nase ist / Oder was ne Zeitschrift als dein Idealgewicht bestimmt // Es zählt nicht, ob du laufen kannst / Ob du Arme oder Beine hast / Ganz egal was alle andern von dir denken / Es zählt nur was du daraus machst // Wir werden ein besseres Leben haben // Es zählt nicht wie viel Geld du hast / Ob du von Silber oder Plastik isst / Es zählt nicht ob du Karriere machst / Und immer ein Gewinner bist // Es zählt nicht ob du kriegen kannst / Was das Leben dir nicht gibt / Es zählt nicht ob sie dich nicht nimmt wie du bist / Dann hat sie dich nie geliebt // Wir werden ein…

// Komm her ich nehm dich mit auf eine kleine Reise / Wir lassen unsere Fantasie mal wieder Wolken reiten / Wir bringen Licht in deine müden Augen / Und du wirst deinen Visionen wieder glauben // Wir werden ein…

 

Gegen Ellenbogen (Martin): Mein Kind wir wollen doch nur, dass was aus dir wird / Kind, es gewinnt nur wer nicht verliert / Mein Kind sei schlau und stell dich dumm / Kind halt dich grade und mach dich krumm // Mein Kind, wer gewinnt, der hat gewagt / Kind, halt doch den Mund, wenn man dich fragt / Mein Kind tu was, von alleine kommt es nicht / Kind, wenn du was tust, tu es ordentlich // Mein Kind lern gefälligst mehr / Kind, das ist doch nicht so schwer / Wir könn dich nicht verstehn / So dreckig wolln wir dich nicht sehn // Wasch die Finger vor dem Essen / Was wir auftun wird gegessen / Wenn du schlechte Noten schreibst / Wirst du schon sehen wo du bleibst / Wie siehst du schon wieder aus / Komm ja nicht spät nach Haus // Ich rannte gegen Ellenbogen / Wurde verraten und belogen / Von dieser schönen Einwegwelt / Wo man aufsteigt bis man fällt / Ich mach den ganzen Quatsch hier nicht mehr mit / Ich geh den letzten Schritt / Denn was wirklich zählt / Ist nicht das Geld // Mein Kind was heißt das: du willst Bilder malen? / Kind, wir können dir ein Jurastudium bezahlen / Mein Kind, diese pinken Haare, sind die gefärbt? / Kind wir fragen uns: von wem hast du das geerbt? // Wie bitte, du hast Freunde in der Piratenpartei? / Und seit wann isst du nur noch Ökobrei? / Und diese Nickelbrille da auf deiner Nase / Das ist doch wohl nur eine pubertäre Phase // Was heißt das, Kind, du willst nach Afrika / Herr Meier seine Putzfrau sagt: der Mensch hat keine Zukunft da / Du willst für eine gerechte Welt kämpfen? / Und deine Mutter sitzt zu Haus mit Wadenkrämpfen / Und wer war vor zwei Tagen diese Dame? / Wie hieß die? Das war doch kein deutscher Name… // Gegen Ellenbogen… // …Denn was auf der Rechnung steht / Hab ich nicht bestellt.

 

Ich Bin Dein Bass (Sascha): Was braucht man mehr als nen Freund für gute Stunden / Einen der Gemütlichkeit am allergrößten schreibt / Nun weißt du: diesen Freund, den hast du heut gefunden / Für deine andern Freunde da tut es mir fast leid // Während sie sich bei dir ausheulen / Und nur von sich erzähln / Setze ich mich bei dir hin und höre dir nur zu / Bei mir gibt’s keine Quereln // Denn ich bin dein Bass, Bass, Bass / Mit mir hast du Spaß, Spaß, Spaß / Und ich glaub das, das, das / Mit uns kann gemütlich werden / Denn ich bin ein Freund, Freund, Freund / Der’s gut mit dir meint, meint, meint / und wie es scheint, scheint, scheint / Bist du sehr niedlich // Die Typen neben mir die könn schon ganz gut singen / Doch muss Martin ein mal runter oder singt der Til mal tief / Da merkst du gleich, dass sie es dort nicht bringen / Da hört man nur noch Luft und alles klingt schief // Mit der Stimme komm ich tiefer als zum Mittelpunkt der Erde / Ich sing für dich und alles ist im Lot / Ich mach mich nicht verrückt, wenn ich dumm angelabert werde / Ich sehe tausend Farben, die andern sehen rot // Denn ich bin… // Ich bin dein Bass / Mit mir hast du Spaß / Ich wäre so gern / Dein Teddybär / Oh, yeah.

 

Dr. Seltsam (Martin): In den Bus zur Arbeit steig ich immer vorne ein / Denn ohne Karte kommt da keiner rein / Grad tausche ich beim Fahrer ein Ticket gegen Geld / Als sich ein alter Mann zu mir gesellt // Gestatten, Dr. Seltsam / Ich hab ein Dokument für Sie / Vielleicht erscheint es ihnen nicht bedeutsam / Und ich sehe wohl sie freuen sich nie / Ich bin gleich schon wieder weg / Gestatten, Dr. Seltsam // Ich bin im Kino auf ein nettes Rendezvous / Zwar mag ich gern Filme, doch der wahre Grund bist du / Ich würde dich gern küssen und neige mich zu dir / Doch von dort, wo du grad saßt spricht jetzt der alte Mann zu mir: // Gestatten.. // Ich nippe in der Diskothek am Apfelsaft / Lässt er mich heut in Ruh? Ob er das wohl mal schafft? / Von hinten seh ich eine schöne Frau und sprech sie an / Da wird mir klar, dass keine Frau so’n Schnurrbart tragen kann Sie sagt: // Gestatten.. // Heut steht der Gärtner mit ner Sense vor der Tür / Und sagt: Ihre Tageskarte, bitte zeigen Sie sie mir / Ich merke wie ich hektisch in der Hosentasche grabe / Wo ich doch sonst das Dokument von Dr. Seltsam habe / Stattdessen nur ein Zettel mit folgendem Vermerk: / Ich hab sie heute nicht erreicht / Es tut mir leid / Ihr Dr. Seltsam.

 

Herr Mundowski (Chris): Herr Mundowski hat ein Hobby / Er schaut so gerne Fern bei ZDF und ARD / In seinem Sessel mit ’nem Bierchen / Nur kurz unterbrochen durch den Gang zum WC / Frau Mundowski kocht ihm Essen / Zum Beispiel Leberkäse oder Schweinemedaillon / Ist sein Bierchen einmal alle / Geht sie in den Keller – 1, 2, 3, da hat er’s schon // Das ist deutsche Spätromantik / Deutsche Spätromantik / Deutsche Romantik in Berlin // Herr Mundowski hat keine Freunde / Er will nichts unternehmen und er geht nicht aus dem Haus / Doch er hat ja Frau Mundowski / Die macht ihm auch beim Schlafen gehen das Licht noch aus / Frau Mundowski wird immer runder / Sie mag halt gerne essen und sie ist nicht mehr so fit / Herrn Mundowski ist das nicht wichtig / Und ist er schon mal da, dann isst er eben mit // Das ist… // Herr Mundowski trägt weißen Feinripp / Und nach dem Mittagessen hat er gerne seine Ruh’ / Frau Mundowski lehnt dann am Fenster / Und schaut der Nachbarin beim aus dem Fenster Gucken zu / Herr Mundowski trägt fein Sorge / Für all die kleinen Dinge und den Lebensunterhalt / Dafür schickt er Frau Mundowski / Und die holt dann von der Bank was das Jobcenter zahlt // Das ist… // Neulich hat der Herr Mundowski / Überraschend eine junge Dame kennen gelernt / Frau Mundowski sieht das nicht gerne / Sie macht ihm eine Szene und sie sagt: Ach lass das, Bernd / Doch Bernd Mundowski wird erwachsen / Nach 48 Jahren sagt er sich: Ich will hier raus / Also sagt er zu Frau Mundowski: / Mutti, ich ziehe aus.

 

Schlaflied (Til): Was ist los, was hast du bloß? / Es gibt wohl Grund zum Weinen? / Dann lehn dich an mich und schlaf ein / So schlimm wird’s schon nicht sein // Lastet ein großes Geheimnis auf deinem Herzen? / Sind, wohin du gehst, überall nur Schmerzen? / Nimm Reißaus und laufe Heim / Denn da wird immer jemand sein // Was ist los… // Kannst du nicht offen sprechen, weil das grade stört? / Will man sich an dir rächen, weil niemand deine Wahrheit gerne hört? / Dann nimm Reißaus… // Was ist los…