Presse

Zevener Zeitung - 28.02.2011

Boygroup mit Ironie und Witz

Beim Benefizkonzert für die Kivinan-Stiftung werden Alltagsthemen gekonnt aufs Korn genommen

Zeven. Sie nennen sich "Fünf vor der Ehe" und brauchen eigentlich nur ein Mikrofon um einen ganzen Saal in beste Stimmung zu versetzen. Sie fünf smarten jungen Männer der Boygroup aus Hannover standen ungefähr eine Viertelstunde auf der Bühne des Rathaussaals - und schon sangen und klatschen die rund 300 Besucher des Konzertes enthusiastisch mit.

 

„Die Band hat einen interessanten Namen und es verspricht ein interessanter Abend zu werden“, hatte der Vorsitzende der gastgebenden Kivinan-Stiftung, Klaus Matthias, den Zuhörern versprochen und damit hatte er auf jeden Fall Recht. „Wir sind die Band“ sagen die fünf Musiker Martin, Chris, Tobi, Sascha und Til über sich selber und das stellten sie bei ihrem Konzert eindrucksvoll unter Beweis. Nicht umsonst wurden sie von der Fachpresse als wichtigste A-Cappella-Popgruppe Deutschlands bezeichnet und bekamen im November letzten Jahres den Kulturförderpreis der Landeskirche verliehen.

„Fünf vor der Ehe“ haben nicht nur ihre ganz eigenen Vokalinterpretationen bekannter Songs, wie „Hamma“ von Culcha Candela und „Junge“ von den Ärzten im Repertoire, sondern in erster Linie ihre eigenen Texte. So stellte der „Zweckoptimist“ Til seine guten Vorsätze in „Das wird mein Jahr“ vor, mit einem Augenzwinkern und „Tirili und Tirila“ widmete sich die Band dem vermeintlichen „Star“ aus der Casting-Show und „Liebe übers Internet“ befasst sich mit der zeitgemäßen Beziehung im Cyberspace.

Mit ihren ironisch-witzigen Texten nahmen die fünf so manches Alltagsthema aufs Korn und bezogen das begeisterte Publikum gleich mit ein in ihre Bühnenshow. So durfte Christine Schwiebert für die „Lach- und Sachgeschichten“ mit der Maus auf die Bühne kommen und die Besucher im ausverkauften Saal konnten ihre Meinung zum Thema Sex vor der Ehe öffentlich kundtun.

Gelächter gab es nicht nur für „Tradition“, den Song für den bekennenden Couch-Potato, die lieber in Puschen, als in Laufschuhen unterwegs ist, sondern auch für „Schaumalwiederporno.com“ und den „Voyeur“ aus der Nachbarwohnung.

Bevor die fünf Vokalartisten dann die Bühne freimachen wollten für die ersten Zugaben, zeigte die Band, dass sie „hammergeil nicht tanzen können“ und präsentierten ihr Dance-Medley aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte. Entlassen wurden die „Fünf vor der Ehe“ schließlich erst nach mehreren Zugaben für das restlos zufriedene Zevener Publikum. (he)

 

Ironische und witzige Texte kommen an

 

ZEVEN. Da soll noch mal jemand behaupten, dass die Norddeutschen unterkühlt sind. Das Konzert der A-Cappella-Gruppe „Fünf vor der Ehe“ im Rathaussaal widersprach dieser Aussage ganz entschieden. Schon nach kurzer Zeit war die Stimmung bestens und das Publikum begeistert. Heiko Meyer, stellvertretender Vorsitzender der Kivinan-Stiftung, hat maßgeblich die Initiative für diesen gelungenen Auftritt ergriffen.

Wie ist die Idee entstanden, einen Konzertabend mit einer Vokalgruppe in Zeven zu präsentieren? „Ich kenne die Gruppe schon länger und habe sie das letzte Mal beim Ehrenamtstag im September in Hannover gesehen. Die waren richtig gut und so hab ich einfach mal den Kontakt hergestellt“, erinnert sich Heiko Meyer. Inzwischen kenne er die Texte schon auswendig, versichert das begeisterte Mitglied des Tarmstedter Chors. „Fünf vor der Ehe“ arbeiten gerade an der vierten CD, weiß Heiko Meyer und vielleicht komme die Band ja noch einmal nach Zeven, denn das Publikum sei ja offensichtlich auch begeistert von den fünf Musikern.

Das bestätigen auch die Fragen der ZZ an die Besucher. Die ironisch-witzigen Texte machen den Zevenern viel Spaß. Auch Annette und Martin Setzer gefallen „Fünf vor der Ehe“ richtig gut. Beide kannten die Gruppe vorher nicht und sind erst durch die Vorankündigung neugierig geworden. „Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, war ich richtig gespannt auf die Musik“, erzählt Annette Setzer. Glücklicherweise habe sie dann nicht zu lange überlegt, denn die Karten waren ja schnell ausverkauft. Erstaunlich sei, dass sich das Publikum aus allen Altersstufen zusammensetze. „Das ist ein Konzert, das Eltern auch zusammen mit ihren Kindern besuchen“, bestätigt Martin Setzer. (he)

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