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Ostfriesen-Zeitung (Leer) - 13.03.2012

Mit Witz und Tanz erfreuten fünf smarte Sänger ihre Fans

„Fünf vor der Ehe“ gastierte vor 420 Besuchern im Theater an der Blinke in Leer

Von Karin Eden.

 

LEER - Für gute Stimmung sorgte die A-Cappella-Gruppe „Fünf vor der Ehe“ am Sonnabend im Theater an der Blinke. Rund 420 Besucher waren gekommen.

 

Damit war der Beweis erbracht, dass das Konzept aufging: Den kleinen Rahmen im Kulturspeicher vergangener Konzerte hatte die Gruppe schon mehrfach gesprengt, zwei ausverkaufte Konzerte an einem Wochenende im vergangenen Jahr ließen den Leiter des Leeraner Jugendzentrums den Schritt in die große Halle wagen. „Diesmal hätten wir drei Abende anbieten müssen, und es sind auch wieder etliche neue Gäste gekommen“, meinte Knut Hantke zufrieden. Um der Pop-Band den optimalen Rahmen zu bieten, hatte man eigens Bass- Boxen und eine zusätzliche Lichtanlage installiert, so dass die smarten Jungs ins rechte Licht gerückt werden konnten und auch der Sound hervorragend abgestimmt war.
Mit sorgfältig ausgearbeiteten Choreographien füllten die Sänger tanzend die gesamte Bühne aus. „Best of“ hieß das Programm, und darin gab es auch ein „Best-of- Potpourri“, das Til zum Fluchen brachte, hatte er doch – was bei so viel Platz auf der Bühne schon mal vorkommen kann – vergessen, wo er hingehörte. Doch er nahm es locker und mit Humor, und das Publikum amüsierte sich. Der Spaß stand ohnehin im Vordergrund, bei den Ansagen wie auch in vielen Texten. Doch auch traurige und nachdenkliche Momente hatten ihren Platz.
Immer wieder nahmen sich die Jungs gegenseitig auf den Arm; so wurden Sascha die Ansagentexte zusammengekürzt, weil er sonst zu weit ausschweifen könnte. Von ihm wünschte sich das Publikum immer wieder das Lied „Rudolf“, doch das wird wohl erst wieder beim Weihnachtskonzert im Kulturspeicher zu hören sein, für das die Karten übrigens schon gedruckt sind.
Martin erklärte, was paradox ist: „Wenn man sich beispielsweise im Handumdrehen ein Bein bricht“, und auch Bandkollege Chris sei paradox als „eingefleischter Vegetarier“. Mit ihren Stimmen beeindrucken die Jungs immer wieder neu, nicht nur mit mehrstimmigem Gesang, sondern auch mit der gesungenen Percussion und Instrumentalbegleitung. Meeresrauschen wurde imitiert, und eine Möwe flog – rein akustisch – kreischend über die Bühne, die passende Einstimmung für das Stück „Sommer am Meer“, dessen Schlusszeile angepasst wurde: „Ich wünsch mir diesen Sommer in Leer“. Bei dem Lied „Das! Jetzt!“ sang das Publikum eifrig mit. Als Zugabe durften sich die Fans ein Stück wünschen, Sidos „Schlechtes Timing“ machte das Rennen, und so wurde respektlos durch die Weihnachtsgeschichte gerappt. „Das wird mein Jahr“, freute sich dann noch Tilmann und unternahm einmal mehr ausgelassen singend einen Ausflug in den Saal. Ruhig klang der Abend aus, fünf schmachtende Jungs kauerten auf dem Bühnenrand und versicherten ihren Fans: „Wir würden jede von euch lieben, wir wissen nur noch nicht, wer ihr seid.“

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